Seh- und Augentraining // Augenübungen

Fitnessübungen für die Augen

Weil die Sehkraft wichtig ist: Tun Sie Ihren Augen Gutes!

Der Mensch ist designt für die Aufgaben von vor rund 400 000 Jahren. Er passt sich aber immer an die gegenwärtige Umwelt an. Diese Fähigkeit sichert unser Überleben, kann aber auch Auswirkungen haben, die unerwünscht sind. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Augen in Zeiten der intensiven Bildschirmnutzung Gutes tun können.

-> Laden Sie hier ein PDF mit Augenübungen herunter, die Sie ganz einfach in Ihren Alltag einbauen können

Wir Sehspezialist*innen beobachten eine markante Zunahme der Kurzsichtigkeit bei jungen Menschen. Diese Zunahme hat unter anderem damit zu tun, dass unsere Augen beim Arbeiten – oder Lernen – stundenlang in die Nähe fokussieren müssen. Früher suchten wir den Horizont nach Gefahren ab und haben höchstens zum Schärfen der Speerspitze die Nahsicht benötigt.

Heute arbeiten wir am Bildschirm und checken in den Pausen unser Handy. Das ist extrem anstrengend fürs Auge. Es passt sich deshalb an und «verformt» sich so, dass wir die Dinge in der Nähe unangestrengt sehen können. Das geht zu Lasten der Fernsicht und erhöht die Gefahr einer Kurzsichtigkeit markant. Unsere Empfehlung:
Regelmässige Pausen von der Nahsicht einbauen, gezielt in die Ferne schauen und Entspannungsübungen für die Augen machen.

Auch die Haltung am Bildschirm ist wichtig
Unser Körper ist ein ganzheitliches System. Im sehzentrum betrachten wir das Auge deshalb nicht isoliert. Wir empfehlen, den Bildschirm möglichst weit weg und pro Meter Abstand zehn Zentimeter unter der Augenlinie zu positionieren. Dann sitzen wir gerade.

Auch sehr wichtig, natürliches Licht
Die viele Naharbeit, in Kombination mit viel künstlichem Licht, führt zu neuen chemischen Prozessen in der Netzhaut. Diese steigern das Risiko einer Fehlsichtigkeit. Hier hilft: raus in die Natur! Jedes Kind sollte täglich zwei Stunden in natürlichem Licht verbringen. Das blaue Bildschirm-Licht kommt in der Natur beim Übergang in die Dämmerung vor. Sie kennen den Begriff der blauen Stunde? Wunderschön! Auch hier funktionieren wir wie der Neandertaler: das blaue Licht signalisiert uns, dass es Schlafenszeit ist und gibt dem Körper den Befehl, Melatonin freizusetzen, das Schlafhormon. Das Bildschirmlicht gibt den gleichen Befehl – zur falschen Tageszeit. Das führt zu Stoffwechselprozessen im Gewebe der Netzhaut. Ausserdem vermutet man, dass das blaue Licht die Makula schädigt. Deshalb gibt es Filter, die teilweise schon in den Geräten integriert sind und es gibt Brillen mit Filtern im Glas.

Wir beraten Sie gerne und haben Tipps, wie Sie Ihren Augen täglich Gutes tun können:

Augenkontrollen

  • Überprüfen Sie Ihre Augen – und die Ihrer Kinder – regelmässig.
  • Viele Lese- und Rechtschreibeschwierigkeiten hängen mit der Entwicklung der Augen zusammen. Sehtraining kann da wahre Wunder bewirken.

 

Naharbeit

  • Regelmässig Pause machen und in die Ferne schauen
  • Ideal: ins Grüne gucken, Grün beruhigt
  • Je weiter der Abstand vom Bildschirm, umso besser
  • Genügend Licht am Arbeitsplatz und: raus in die Natur

 

Haltung

  • Ergonomische Einrichtung des Arbeitsplatzes
  • Bildschirm pro Meter Abstand, 10 Zentimeter unter der Augenlinie positionieren
  • Kein Licht im Rücken, den Monitor im 90° Winkel zum Fenster aufstellen

 

Blue Light

  • Blockieren mit Filtern in den Geräten oder in der Brille
  • 1 Stunde vor dem Schlafengehen; keine Handynutzung
  • Regelmässige Augenkontrolle

 

Trockene Augen

  • Bewusst blinzeln
  • Lidrand-Pflege
  • Analyse des Tränenfilms
  • Tränen-Substitution

 


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Weiterführende Links:

Gehen Sie regelmässig zur Vorsorgeuntersuchung

Myopie-Coaching – aktiv gegen Kurzsichtigkeit

Visual-Training im sehzentrum zürich

Kinderoptik – visuelle Störungen führen zu Lese- und Rechtschreibschwierigkeiten

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